ESSENER INITIATIVE DER ZAHNÄRZTE e.V.

Mundgesundheit

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Kinder- & Jugendzahnheilkunde


Kinder wollen genauso die Zähne pflegen wie die Großen. Auch nur auf einen Knopf drücken müssen und schon ertönt das surrende Geräusch der elektrischen Zahnbürste.

Die Zähne werden wie im Flug und quasi wie von selbst gereinigt. Ein Traum vieler Kinder. Die Industrie hat diesen Wunsch erkannt und deshalb unzählige kleine elektrische Helferlein in verschiedensten Formen und Farben in ihr Angebot aufgenommen. Die Kinder sind begeistert. Doch die Verbraucher-Initiative Berlin schüttelt nur verständnislos den Kopf und rät vom Kauf ab. Die Begründung: die kleinen Putzmaschinen sind in der Handhabung für Kleinkinder zu kompliziert und es besteht eine erhöhte Gefahr, dass das Zahnfleisch verletzt wird.

Statt den Zahnbelägen mit elektrischer Zahnbürste oder Munddusche zu Leibe zu rücken, raten Zahnmediziner zur Verwendung spezieller Kinderzahnbürsten. Denn diese zeichnen sich durch besonders kleine und weiche Borsten aus, die ideal für die Reinigung der kleinen Milchzähne geeignet sind. Die allerersten Zähne können die Eltern vorsichtig mit einem Wattestäbchen und Mullläppchen pflegen, später, ab dem zweiten Lebensjahr ist eine spezielle Kinderzahnbürste das Mittel der Wahl. Eine tägliche Reinigung der Milchzähne sollte schon in frühsten Kindheitstagen beginnen, denn gerade der Zahnschmelz der ersten Zähne ist sehr dünn und kann leicht an Karies erkranken.

Die richtige Zahnbürste fürs erste Selberputzen

Schon bald wünschen sich die kleinen Sprösslinge eine erste eigene Zahnbürste, um so zu sein wie die Eltern. Ein kleine Kunststoffbürste mit einem entsprechenden Borstenfeld und ebenso kleinen wie weichen Borsten ist gut zur Erfüllung diese Wunsches geeignet. Bei der Zahnpasta sollte ebenfalls eine spezielle Kinderzahncreme verwendet werden, da ihr Fluoridgehalt deutlich geringer ist als bei dem Pendant für Erwachsene. Gefahren, die durch das Schlucken der Zahncreme entstehen könnten, was bei Kindern häufig passiert, werden so vermieden. Sollte sich trotz aller Pflege doch einmal eine kariöse Stelle bilden, kann ein Zahnarzt diese problemlos behandeln und so einer Infektion weiterer Zähne vorbeugen.

Vorsorgeuntersuchungen bei Jugendlichen

Viele Krankheiten und Entwicklungsstörungen lassen sich bei Kindern und Jugendlichen beheben oder mindern, wenn sie rechtzeitig erkannt werden. Vorsorgeuntersuchungen für Kinder und Jugendliche werden von den Krankenkassen bezahlt.

Früherkennung führt zur Verhütung von Zahnerkrankungen. Kinder und Jugendliche von 6 bis 18 Jahren sollten sich halbjährlichen Vorsorgeuntersuchungen unterziehen. Hier sorgen Tipps zu Putztechniken, Ernährung und vorbeugende Maßnahmen wie Zahnschmelzhärtung durch Fluor oder Zahnversiegelung für den langen Erhalt gesunder Zähne. Kinder ab dem 12. Lebensjahr müssen ein so genanntes Bonusheft führen (erhalten Sie bei Ihrem Zahnarzt), in dem die kalenderhalbjährlichen Untersuchungen vermerkt werden. Dieser Nachweis zahlt sich durch einen höheren Zuschuss bei Zahnersatz (Brücken, Kronen, etc.) aus.